die moken im wandel der zeit

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Weltcafé

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1090 Wien

Die Moken sind eines der südostasiatischen Völker, die als Seenomaden in der östlichen Andamanensee, in der Straße von Malakka und dem südchinesischen Meer leben. Ihre Lebensweise ist halbnomadisch. Während der Zeit des Monsuns bleiben sie auf den Inseln, in der übrigen Zeit des Jahres ziehen sie mit Booten von Insel zu Insel und leben vorwiegend vom Fang von Fischen, sowie von Meeresfrüchten. Die Moken werden in der älteren Literatur oft auch als „Seezigeuner“ oder Chao Naam („Wasservolk“) bezeichnet. Die Seenomaden „Moken“ haben sich ihre Tradition mit einer unabhängigen Sprache und Religion erhalten – sie wurden aber in den letzten Jahrzehnten nicht gerade vom Glück beschenkt. Der Tsunami 2004 und die Ausläufer eines Tornados vor einiger Zeit, hat diese Minderheiten-Bevölkerung arg in Mitleidenschaft gezogen.

 

Ihr Leben spielt sich großteils am Wasser ab, der Verlust ihrer Boote, welche die Grundlage zur Nahrungsbeschaffung darstellten, war ein tiefer Einschnitt im Leben der Moken. Ihre Existenzgrundlage war gefährdet und so entschloss sich die Thai-Regierung, diesen Menschen ein Stück Land zur Verfügung zu stellen und ihnen das Landleben schmackhaft zu machen. Einfache Hütten wurden errichtet und man baute moderne Toiletten- und Waschanlagen. Allerdings erfolglos, denn der Großteil der Menschen verrichtet die Körperpflege noch immer mit einem Trog Wasser und Schöpfschalen.

 

Die Hoffnung der Moken sind aber zweifellos ihre Kinder, die eine besondere Gabe haben: Sie können unter Wasser gestochen scharf sehen, das können die Erwachsenen nicht! Ohne jegliche Hilfsmittel können sie unter Wasser Objekte erkennen, die nur wenige Millimeter groß sind. Sie können ihre Augen optimal an die Gegebenheiten unter Wasser anpassen. Ihre Pupillen verkleinern sich und die Augenlinsen werden auf Nahsicht gestellt, wodurch das hereinfallende Licht stärker gebrochen wird. So werden unscharfe Bilder in einen Bereich höherer Sehschärfe gebracht. Sie nutzen die Optik der Augen bis an die Grenzen der menschlichen Möglichkeiten. Laut wissenschaftlichen Studien wird eine evolutionsbedingte Anpassung als möglicher Grund genannt. Doch bis heute ist das Phänomen noch nicht ganz geklärt.

 

Mit der Fotoausstellung "Die Moken im Wandel der Zeit" will der Wiener Fotograf Wolfgang Unger aufzeigen, wie Kinder in einer anderen Welt leben, was sie können, was sie müssen, wie glücklich und wie traurig sie auch manchmal sind. Mit seiner Fotoausstellung lässt er die Besucher im Welt-Café in eine andere Welt eintauchen.